
Kronen Zeitung
OFFENSIV HARMLOS
WM-Quali: ÖFB-Frauen verlieren auch in Slowenien
Österreichs Frauen-Nationalteam hat auch den zweiten Auftritt in der WM-Qualifikation verloren. In Slowenien musste sich die favorisierte Elf von Trainer Alexander Schriebl am Samstag nach einer schwachen Vorstellung mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Zara Kramzar traf in der 21. Minute gegen offensiv harmlose Österreicherinnen entscheidend.
Slowenien gewann damit im achten Versuch bei davor sieben Niederlagen erstmals gegen Österreich.
Anstelle der eingeplanten drei Zähler steht Österreich auf der Jagd nach der erstmaligen WM-Teilnahme nach zwei Runden punktlos da. Leichter wird es nicht: Weiter geht es für die ÖFB-Frauen im Doppel gegen Deutschland. Am 14. April sind Kapitänin Sarah Puntigam und Co. auswärts gefordert, ehe vier Tage später das Heimspiel in Ried gegen den Gruppenfavoriten ansteht. Deutschland gewann das zweite Gruppenspiel in Norwegen mit 4:0 und hält nun bei sechs Zählern und 9:0 Toren.
Billa erstmals seit 2024 dabei
Die Partie in Koper wurde um zwei Stunden vorverlegt, da in den Abendstunden starker Nebel angesagt war. Schon bei Anpfiff um 17 Uhr lag eine dichte Nebelsuppe über dem Stadion. Schriebl nahm nach dem 0:1 gegen Norwegen drei Veränderungen in seiner Startelf vor. So war Nicole Billa erstmals seit eineinhalb Jahren (August 2024) wieder dabei. Die Stürmerin vom deutschen Zweitligisten VfB Stuttgart sollte keine große Rolle spielen.
Österreich wollte mit Pressing zum Erfolg kommen. Die taktische Marschrichtung sollte von Beginn an nicht aufgehen. Die Sloweninnen präsentierten sich nach Ballverlusten der Österreicherinnen bei ihren Kontern schon in den ersten zehn Minuten deutlich gefährlicher. Während die Schriebl-Elf noch die Linie im Spiel suchte, schlug Slowenien auch verdient zu. Die in Englands Liga spielende Kramzar reagierte nach einem Querpass gedankenschneller als die gesamte rot-weiß-rote Abwehr und vollendete abgebrüht.
Rückstand hemmt ÖFB-Team
Der Rückstand sollte das Spiel der Österreicherinnen weiter hemmen. Leichte Ballverluste und defensiv mit großen Lücken rannten die Österreicherinnen fast in das 0:2. Sarah Gutmann bügelte ihren Fehler gerade noch aus, dann schloss Kramzar in guter Position vor Marielle El Sherif zu unplatziert ab. Bis zur Pause schossen die Österreicherinnen nicht einmal gefährlich auf das slowenische Gehäuse.
Unverändert kamen die Österreicherinnen aus der Kabine, sie hatten sogleich Glück. Lara Prasnikar schoss keine halbe Minute nach Wiederanpfiff nach einem weiteren Patzer der Gegnerinnen am Tor vorbei. Am Spielgeschehen änderte sich wenig. Schriebl reagierte nach einer knappen Stunde mit einem Dreifachtausch auf das Gesehene. So sollten Lisa Kolb und Carina Brunold das Offensivspiel beleben. Später kam auch noch Nicole Ojukwu zu ihrem Teamdebüt.
Bis zum Schlusspfiff stand dennoch kein richtiger Torschuss für Österreich zu Buche. Auch die verzweifelte Schlussoffensive brachte nichts Zählbares mehr ein. Eine Flanke streifte noch die Latte des slowenischen Tores, dann war die Partie zu Ende.
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